Ich über mich

 
 
 
Hallo!
Ich bin Bernhard.

Für alle die es interessiert, habe ich hier ein bisschen persönliche Info abseits der „offiziellen“ Künstlerbiographie zusammengeschrieben. Und das sind die Themen: 🙂

 

Sind deine Eltern auch Musiker?

Nein, das nicht, aber definitiv musikliebend. Quasi der Idealfall, denn so kam ich von frühesten Kindesbeinen an mit verschiedenster Musik in Kontakt, musste aber nicht in irgendjemandes musikalische Fußstapfen treten. Wunderbarerweise schätzen meine Eltern das was ich mache sehr und zählen auch heute noch zu meinen größten Fans und Förderern.

 
 

Warum überhaupt Klavier?

Als meine Eltern mich fragten, ob ich Lust hätte ein Instrument zu lernen, hätte ich mir so ziemlich jedes Instrument aussuchen können. Idealerweise Gitarre, weil ich dann die Kindergitarren von meinem älteren Bruder Florian hätte „erben“ können – was ich natürlich nicht wollte 🙂 In der musikalischen Früherziehung hatte ich mich irgendwie in den Klang des Flügels dort verliebt, also war das mein Wunsch. Anfangs spielte ich daheim auf einem E-Piano, welches nach ein paar Jahren durch ein echtes Pianino ersetzt wurde, und dieses nach noch ein paar Jahren durch einen wunderbaren, gebrauchten Bösendorfer-Flügel.

Wunderkind

… war ich bestimmt keines. Ich fing ja auch „erst“ mit sieben an, Klavier zu spielen und es brauchte noch ein paar Jahre und einen Lehrerinnen-Wechsel, bis ich überhaupt merkliche Anzeichen von Begabung zeigte. Aber ab einem gewissen Punkt war ich mit einer derartigen Begeisterung dabei, dass Klavier spielen zu einem immer größeren und wichtigeren Teil meines Lebens wurde.

 
 

Du willst WAS werden?

Als ich den Entschluss fasste, Pianist werden zu wollen, muss ich zwölf oder so gewesen sein. Wenn ich mich richtig erinnere, nach einem sehr gelungenen Auftritt in der Musikschule. Ich war total euphorisch und dachte mir: Das ist toll, ich will nie mehr was anderes machen!

Meine Eltern akzeptierten meinen Entschluss – unter der Bedingung, dass ich mir als Notfallsoption auch eine „ordentliche“ Berufsausbildung aneignen sollte (so geschehen in der HAK Mödling). So richtig zur Anwendung gekommen ist die aber nie – möglicherweise schade für die Welt der Wirtschaft, aber ich bin froh darüber.

Einflüsse

Schon als Kind bin ich über meine Eltern mit einiger Musik in Kontakt gekommen, die mich stark geprägt hat: Konzertvideos von Friedrich Gulda, die Musik von Roland Batik (meinem späteren Lehrer), das Köln-Concert von Keith Jarret, elektrische und akustische Musik von Chick Corea…

Beeinflusst von der Plattensammlung meines Vaters hab ich irgendwie eine besondere Liebe zur Musik der späten 1960er und frühen 1970er entwickelt – The Beatles, Jethro Tull, Emerson, Lake & Palmer, Blood Sweat & Tears…

In der aktuelleren Musik gehört der Jazz-Pianist Brad Mehldau zu meinen wichtigeren Einflüssen, außerdem Indie-Pop-Bands wie etwa Radiohead, Sigur Rós und Beirut.

 
 

Wettbewerbe

In einer ordentlichen Künstlerbiographie sollte man ja auf eine schöne Anzahl gewonnener Wettbewerbe verweisen können. Da kann ich leider nicht ganz mithalten. Abgesehen von ein paar Events als Jugendlicher, war ich nie wirklich ein Wettbewerbs-Pianist. Immer wenn ich über längere Zeit Musik übe mit einer Absicht von „ich muss mich beweisen“ und „ich muss besser sein als Andere“, verliere ich jeglichen Spaß daran – und das ist es mir nicht wert. Davon abgesehen bin ich der festen Überzeugung, dass sich Musik, die gewisse Qualitäten hat, auch ohne irgendwelche Wettbewerbe durchsetzt.

Üben

Früher, während Musikschule und Studium, hatte ich zum Üben ein recht ambivalentes Verhältnis: Einerseits war es mir ein Genuss, stundenlang am Klavier zu sitzen und an Musik zu arbeiten die ich liebte, andererseits war es auch fordernd, mit einem gewissen Druck verbunden und etwas was ich tun MUSSTE. Von daher war auch immer etwas Überwindung dabei.

Inzwischen ist es so, dass ich mich eigentlich nur freue und es sehr genieße, wenn ich endlich mal wieder etwas ausgiebiger zum Üben komme. Das liegt übrigens auch daran, dass ich mittlerweile ein paar fixe Annahmen darüber, wie Üben sein muss, über Bord geworfen habe, und ein paar Dinge kapiert habe, die diesen Vorgang für mich spannender, leichter und persönlicher machen.

 
 

Musikalische Vielseitigkeit

Ich fand eigentlich immer schon verschiedenste Arten von Musik gut und hatte das Bedürfnis, ein Teil davon zu sein. Dadurch wurde ich zwar vielleicht nicht zum ultimativen Spezialisten in einem bestimmten Genre, kann mich aber voller Freude in verschiedensten musikalischen Welten (Klassik, Jazz, Pop, Improvisation) bewegen und Verbindungen zwischen ihnen herstellen. Karriere- und marketingtechnisch mag das vielleicht nicht der geschickteste Weg sein, doch ich habe aufgehört mir darüber Gedanken zu machen, denn ich weiß: Ich kann sowieso nicht anders.

Perfektionismus

Manche Menschen würden mich einen Perfektionisten nennen. Ich fürchte, da könnte schon ein bisschen was dran sein – so eine gewisse Mischung aus Ehrgeiz und Detailverliebtheit ist mir durchaus nicht fremd.

Aber es gibt zwei gute Nachrichten: Erstens kann ich bei anderen Menschen viel großzügiger sein als bei mir selbst und würde ihnen niemals das Leben so schwer machen, wie manchmal mir selbst. Und zweitens arbeite ich grundsätzlich daran und bin am Weg der Besserung – was zum Beispiel daran zu erkennen ist, dass diese Homepage inzwischen online ist 🙂 .

 
 

Kreativität

Wenn es irgend etwas gibt, das ich mit einem Gefühl von Sicherheit über mich behaupten würde, dann dass ich ein kreativer Mensch bin. Ich habe ständig diverse Ideen (nicht nur im musikalischen Bereich) und liebe es, diese zu entwickeln und zu verfolgen. Ich frage mich oft, ob es mir in diesem Leben gelingen wird, die wichtigsten meiner Ideen tatsächlich umzusetzen. Versuchen werde ich es auf jeden Fall.

Vision

Was ist mir wichtig?
(außer natürlich dem Üblichen: Weltruhm und unermesslicher Reichtum)

Ich möchte herausfinden, wie weit ich kommen kann mit einem Zugang zum Musik machen, der nicht auf Zwang beruht, sondern auf Freude, Lockerheit und doch auch Konsequenz. Ich möchte wissen, wie viel Spaß Klavier spielen machen kann und wie viel Tiefe Musik haben kann, die einfach nur passieren darf. Diese Gefühle möchte ich mit der Welt teilen. Und ich weiß, dass ich erst am Anfang dieses Weges stehe.